Analog zum Geschäftsjahr 2024 – in dem wir die neuen Verbindungen Hamburg – Lübeck Skandinavienkai v.v., Antwerpen – Madrid v.v. und Rotterdam RSC – Köln-Eifeltor v.v. erfolgreich am Markt einführten – hatte sich das Kombiverkehr-Vertriebsteam auch für das vergangene Geschäftsjahr vieles an Erneuerungen vorgenommen und investierte über das laufende Jahr in neue kommerzielle Zugkonzepte und prüfte deren betriebliche Umsetzung auf Machbarkeit.
Ziel war es, im Jahr eins nach der Transformation, das Zugangebot und die Attraktivität der Produkte im nationalen und internationalen Netzwerk weiter auszubauen und zu steigern. Auch die Effizienz im Betrieb der Züge sollte sich durch eine Erhöhung der Zugfrequenzen auf bestimmten Relationen weiter erhöhen. Doch rückblickend kam es leider anders als erhofft: Weiterhin war kein spürbarer konjunktureller Aufschwung 2025 zu verzeichnen und die Nachfrage nach intermodalen Transportleistungen stagnierte größtenteils. Die Auswirkungen der Generalsanierungen auf dem deutschen Schienennetz (u.a. Hamburg – Berlin mit Auswirkungen im Raum Hannover) und weitere große Baumaßnahmen wie die Rheintal- und Elbtalsperrung ließen die Leistungsqualität auf einem niedrigen Stand verharren. Steigende Trassenpreise erschwerten die Wettbewerbssituation und den Vertrieb der Zugprodukte zusätzlich. Die Umsetzung mancher geplanter Neuangebote war somit nicht möglich. Bei der Implementierung eines neuen Betriebskonzeptes im Spanienverkehr – auf diesem Korridor wurde zum Fahrplanwechsel 2025/2026 von Mehrgruppenzügen komplett auf Eingruppenzüge im Direktverkehr zwischen den Intermodal-Hubs Barcelona Morrot und Ludwigshafen KTL umgestellt – wurden wir und unsere Kunden von einer mehrwöchigen Tunnelsperrung in Katalonien von jetzt auf gleich von der Realität auf der europäischen Infrastruktur eingeholt. Bis heute konnte das neue Zugprogramm mit elf Abfahrten pro Woche und Richtung aufgrund von Einschränkungen noch nicht in vollem Umfang realisiert werden.
Trotz widriger Umstände ist es uns dennoch im Jahr 2025 gelungen, im Netzwerk Kapazitäten zu schaffen und neue Angebote bereitzustellen:
- Gleich zu Jahresbeginn wurden die Zugkapazitäten im Brennerverkehr aufgestockt. Zwischen Lübeck und Verona wurde ein Direktzug wieder eingeführt, mit zwei Rundläufen pro Woche im Direktverkehr und drei Rundläufen via Hamburg.
- Den Direktzug Rostock – Verona Interterminal v.v. haben wir Mitte Oktober auf sieben Rundläufe pro Woche erhöht.
- Im Dezember 2025 haben wir auf Basis einer neuen Kooperation unser Angebot im Polenverkehr auf das Terminal Neuss Trimodal umgestellt. Seitdem verkehren Direktzüge sechs Mal pro Woche und Richtung von und nach Poznan Clip Swarzedz.
Im ersten Halbjahr 2026 folgten weitere Anpassungen im Netzwerk:
- Seit Januar profitieren unsere Kunden von einer neuen und effizienten Verbindung zwischen Mortara und Köln-Eifeltor. Nach anfänglich drei Rundläufen pro Woche konnte das Zugprodukt zwischen dem Rhein-Ruhrgebiet und Norditalien in kürzester Zeit um zwei weitere Rundläufe ausgeweitet werden.
- Auf einer neuen nationalen Verbindung zwischen dem Terminal Hamburg-Waltershof (Eurokombi) und dem Terminal der DUK in Dörpen haben wir im April testweise einen Zug verkehren lassen, der mit einer Sondergenehmigung und speziellen 40-Fuß-Flat-Rack-Containern Bleche für Windkraftanlagen befördert.

