

Nach zwei aufeinanderfolgenden Rezessionsjahren hat die deutsche Wirtschaft im Jahr 2025 wieder ein leichtes Wachstum verzeichnet. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg 2025 um 0,2 % gegenüber dem Vorjahr. Im Jahr 2024 war das deutsche BIP hingegen noch um 0,5 % zurückgegangen, nachdem bereits 2023 ein Minus von 0,9 % verzeichnet worden war. Damit markiert 2025 zwar eine Trendwende aus der Rezession, jedoch keine konjunkturell dynamische Erholung, sondern vielmehr eine Stabilisierung auf niedrigem Wachstumsniveau. Im europäischen Vergleich blieb Deutschland auch im Jahr 2025 deutlich hinter der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der Europäischen Union zurück. Während das reale BIP in Deutschland lediglich um 0,2 % wuchs, verzeichnete die Europäische Union insgesamt ein Wirtschaftswachstum von 1,5 %, nach 1,1 % im Jahr 2024. Gründe für die vergleichsweise schwache Entwicklung Deutschlands lagen vor allem in der anhaltenden strukturellen Schwäche der Industrie, der Exportabhängigkeit sowie den Auswirkungen globaler Handels‑ und Wettbewerbsverwerfungen.
Im Berichtsjahr 2025 sind die Energiepreise in Deutschland im Vergleich zu den außergewöhnlichen Höchstständen der Jahre 2022 und 2023 weiter gesunken. Gleichwohl erreichten sie weiterhin nicht das Preisniveau vor dem russischen Angriff auf die Ukraine und verblieben insbesondere für Industrie und Verkehr auf einem strukturell erhöhten Niveau. Insbesondere Erdgas‑ und Strompreise lagen auch 2025 deutlich über den langjährigen Vorkrisendurchschnittswerten, was die Kostenbasis vieler Unternehmen weiterhin belastete.
Die Transport‑ und Logistikbranche spiegelte diese gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Berichtsjahr deutlich wider. Das Transportaufkommen entwickelte sich insgesamt verhalten, in einzelnen Segmenten kam es zu rückläufigen Beförderungsmengen. Nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes lag die Beförderungsmenge im deutschen Schienengüterverkehr im Jahr 2025 weiterhin unter dem Niveau der Vorkrisenjahre und bewegte sich seitwärts bis leicht rückläufig.
Belastet wurde der Schienengüterverkehr und insbesondere der Kombinierte Verkehr im Jahr 2025 durch mehrere strukturelle und kostenrelevante Faktoren. Neben den weiterhin erhöhten Energiepreisen, die im Markt vielfach an die Kunden weitergegeben werden mussten, wirkten sich vor allem die weiterhin umfangreichen Bau‑, Instandhaltungs‑ und Modernisierungsmaßnahmen im deutschen und europäischen Schienennetz negativ auf die Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit des Schienengüterverkehrs aus. Streckensperrungen und -unterbrechungen führten zu Umleitungsverkehren, verlängerten Laufzeiten und einem erhöhten Ressourceneinsatz, was sowohl Mehrkosten verursachte als auch die Leistungsqualität der Züge spürbar beeinträchtigte.
Der Straßengüterfernverkehr konnte im Jahr 2025 in Teilen von unterjährig rückläufigen Dieselpreisen sowie von verfügbaren Transportkapazitäten infolge der insgesamt schwachen Nachfrage profitieren. Zwar lagen die Kraftstoffpreise weiterhin über dem langfristigen Vorkrisenniveau, sie waren jedoch niedriger als in den Jahren 2022 und 2023 und wirkten damit im relativen Vergleich stabilisierend auf die Kostenstruktur des Straßentransports.
Zusätzlich wirkten sich die veränderten politischen Rahmenbedingungen aus. Die im Januar 2024 von der Bundesregierung angekündigte unterjährige Reduzierung der Trassenpreisförderung (TraFöG) für den Schienengüterverkehr wirkte auch im Jahr 2025 kostensteigernd, da die ursprünglich eingeplanten Förderbeträge nicht in voller Höhe zur Verfügung standen. Die Fördermaßnahme dient grundsätzlich der Reduzierung des Kostennachteils der Schiene gegenüber dem Verkehrsträger Straße und war von den Marktteilnehmern in der ursprünglichen Ausgestaltung in ihre Transportpreise einkalkuliert worden.

Infolge des Wettbewerbsverfahrens der Europäischen Kommission gegen die Bundesrepublik Deutschland als Eigentümerin der DB Cargo hat die Gesellschaft entschieden, zur Sicherstellung ihres Verkehrsangebotes einen Großteil der Traktionsleistungen ab Juni 2024 Schritt für Schritt auf Dritt-Eisenbahnverkehrsunternehmen zu übertragen.
Der komplexe Prozess der Umstellung, der neben der Traktionsleistung auch das Waggonmanagement sowie die Auftragsabwicklung umfasste, wurde zum Jahresende 2024 weitgehend und im Jahr 2025 in Gänze erfolgreich abgeschlossen. Insgesamt sind zwölf vertragliche Beförderer und weitere im Unterauftrag als ausführende Beförderer für Kombiverkehr tätig.